Das ewige Problem: Leerer Akku – 10 Tipps

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Über Nacht aufgeladen und zu Feierabend schon wieder auf 27 Prozent runter: Das sind die Akkus unserer heutigen Smartphones. Auch ein iPad hält bei intensiver Nutzung nur bedingt länger. Um Euch diese Prozedur wenigstens etwas erträglicher zu machen, haben wir in diesem Artikel 10 Tipps gesammelt, wie Ihr Euren Akku richtig ladet und ihn haltbarer macht.

Vorab: Akkutyp Lithium-Ionen-Akku erklärt

Der Lithium-Ionen-Akku ist derzeit der am häufigsten verwendete Akkutyp für moderne Smartphones und Tablets. Akku-Mythen, wie etwa der Memory-Effekt, treffen auf diesen Typ nicht zu. Zudem ist die Ladeelektronik schon so weit, dass sie vor Überhitzung und Kurzschluss schützen kann – sofern Ihr keine billigen Import-Kabel aus Asien verwendet. Darauf gibt es nämlich keine Garantie, da asiatische Hersteller sich nicht an die europäischen Normen halten müssen.

Worauf man jedoch unbedingt achten sollte, ist den Lithium-Ionen-Akku nicht Temperaturen über 40°C auszusetzen, aber auch nicht dauerhaft in einem Zustand von unter 10°C zu halten. Das führt genauso zu einem schnelleren Verschleiß des Akkus wie ein permanentes, vollständiges Entladen und Aufladen des Akkus. Statt von 0 auf 100 Prozent und umgekehrt, solltet Ihr versuchen, Euch zwischen 30 und 70 Prozent zu halten. Das schont den Akku und sorgt gleichzeitig dafür, dass Ihr insgesamt mehr Ladezyklen vollziehen könnt.

Wann genau ist eigentlich ein Ladezyklus erreicht?

Ladezyklus ist gleich einmal Akku vollständig Entladen und dann vollständig wieder Aufladen? Nicht ganz. Ein Ladezyklus ist erreicht, wenn insgesamt die volle Leistung des Akkus einmal wieder aufgeladen wurde. Das kann auch auf mehrere kürzere Ladevorgänge verteilt werden – zum Beispiel, wenn Ihr 4 mal von 40 auf 65 Prozent aufladet.

Lebensdauer des Akkus erhöhen durch Reduzierung der Belastung

Hier kommen wir nochmal darauf zurück, was das mit diesem „Akku zwischen 30 und 70 Prozent Ladung halten“ eigentlich soll. Wenn Ihr Euren Akku permanent erst vollständig entladet, um ihn dann wieder vollständig aufzuladen, dann belastet Ihr diesen Akku damit maximal. Denn die Spannung für eine vollständige Ladung ist wesentlich höher und die Dauer für einen ganzen Ladezyklus in einem Ladevorgang ist natürlich ebenfalls entsprechend länger.

Bleibt Ihr aber zwischen den empfholenen Richtwerten von 30 und 70 Prozent, könnt Ihr die Belastung Eures Akkus auf ein Minimum beschränken. Das schont die gesamte Ladeelektronik und verlängert damit auch die Lebensdauer dieses Akkus, sodass Ihr diesen auch für insgesamt mehr Ladezyklen nutzen könnt.

Neukonditionierung bzw. Kalibrierung des Akkus

Vielleicht habt Ihr das selbst schon bemerkt: Die ersten paar Tage ist die Akku-Anzeige eines neuen Smartphones sehr unzuverlässig. Das liegt daran, dass die einzelnen technischen und softwarebedingten Komponenten noch nicht ganz eingespielt sind und erst Daten erheben müssen, um zuverlässige Werte für die Akkustandsanzeige zu erhalten.

Deshalb wird von Herstellern empfohlen, den Akku erst einmal zu „konditionieren“ – also so zu trainieren, dass er den Akkustand zuverlässig anzeigen kann. Das könnt Ihr machen, indem Ihr das Gerät 12 Stunden am Stück an das Ladegerät anschließt und laden lasst, anschließend den Akku komplett entladet und den Vorgang dann ein paar Mal wiederholt.

Ist eine zuverlässige Akkustandanzeige erreicht, könnt Ihr mit der schonenden 30/70-Methode fortfahren.

Die korrekte Lagerung eines Akkus

Bei älteren iPhones, die sowieso keine Garantie mehr haben, könnt Ihr Euch durchaus mal selbst an kleineren Reperaturen versuchen. Genügend Tipps und Tutorials dafür gibt es im Internet ja. 😉 Dazu gehört natürlich auch der Austausch von ausgedienten Akkus. Diese müssen vorher aber korrekt gelagert werden, da Ihr ansosten schon vor der eigentlichen Nutzung einen Verschleiß riskiert.

Lithium-Ionen-Akkus werden am besten mit etwa 50 Prozent Ladezunstand kühl gelagert.

Das richtige Ladegerät wählen

Es ist nicht zwingend erforderlich, ein Original-Ladegerät zu verwenden. Ihr könnt auch Fremdzubehör von guter Qualität nutzen. Achtet dabei am Besten auf zertifizierte Händler, die gute Bewertungen erhalten und schon länger im Geschäft sind.

externer Smartphone Akku

Bonustipp: Wenn sonst nichts hilft – Externe Mini-Akkus

Mittlerweile gibt es eine breite Auswahl an kompakten externen Akkus, die in jede Tasche passen und mit denen Ihr die Lebensdauer Eures Smartphones um einen vollen Ladezyklus verlängern könnt. Für den Notfall seid Ihr damit also doppelt so lange auf Eurem Smartphone erreichbar und müsst nicht auf Eure Musik in der U-Bahn verichten, nur weil der Akku grade noch 10 Prozent hat. 😉

Zusammenfassung unserer Tipps für Akku-Langlebigkeit:

  1. Lasst den Akku nicht permanent vollständig entladen und wieder voll aufladen
  2. Haltet den Akku möglichst in einem Ladezustand zwischen 30 und 70 Prozent
  3. Akkus mit über 70 Prozent nicht nachladen, sondern warten, bis der Akku auf die 30 Prozent zugeht
  4. Akkus mit unter 30 Prozent nicht permanent für kurze Intervalle nachladen
  5. Akkus in regelmäßigen, aber langen Abständen einmal vollständig entladen und wieder aufladen – einmal im Monat reicht völlig (schadet dem Akku nicht, aber kalibriert die Ladeelektronik neu)
  6. Akkus nicht bei hohen Temperaturen laden (Richtwert: >40°C)
  7. Akkus nicht dauerhaft bei niedrigen Temperaturen betreiben oder laden (Richtwert: <10°C)
  8. Akkus zum Lagern aus den Geräten entfernen, kühl lagern bei etwa 50 Prozent Ladezustand, nicht vollständig geladen
  9. Ladegeräte nach beendeter Ladung entfernen, nicht permanent laden lassen
  10. Auf Qualität achten: Akkus und Ladegeräte für Cent-Beträge können Smartphone und Akku schaden
Für Ungeduldige geht es noch kürzer:

Akku nicht ganz entleeren und auch nicht ganz aufladen, fast leere Akkus nicht kurzzeitig laden, fast volle Akkus nicht sofort wieder auf 100 Prozent laden und das Ladegerät ausstecken, sobald der Akku fertig geladen ist.

Fazit der Redaktion

Unsere Tipps sind als Ratschläge gemeint, die Euch den richtigen Umgang mit Akku und Ladezeit erleichtern sollen. Dass nicht immer alle zu 100 Prozent einhaltbar sind, versteht sich von selbst. Wer hat schon Zeit, permanent darauf zu achten, ob der Akku zwischen 30 und 70 Prozent bleibt? Wir hoffen einfach, Euch mit diesen Informationen den Alltag ein wenig erleichtern zu können und freuen uns auf Euer Feedback. 🙂

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